Offener Brief/Bewertung/Erfahrung mit dem Saturn-Markt in Witten am 15.01.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich möchte Ihnen hiermit gerne von meiner gestrigen Einkaufserfahrung in Ihrem Markt in Witten erzählen.
Genauer gesagt, hatte ich einen Bedarf, eine konkrete Nachfrage, die mich in die Fotoabteilung führte.

Ich kam dort um etwa 14.30 Uhr an. Es war wenig los in besagter Abteilung, was wohl an der Uhrzeit lag.
Eine Beratung benötigte ich nicht. Ich wusste sehr genau was ich kaufen wollte:
– 2 x https://www.amazon.de/Nikon-SLR-Digitalkamera-Megapixel-Display-Geh%C3%A4use/dp/B00NINZLKK/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1516093650&sr=8-1&keywords=nikon+d750
– 2 x https://www.amazon.de/Tamron-70-200mm-Objektiv-Nikon-schwarz/dp/B01MZI83NO/ref=sr_1_1?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1516093679&sr=1-1&keywords=tamron+70-200+g2+nikon
– 2 x https://www.amazon.de/Hama-Objektivschutz-Metallfassung-Frontgewinde-Filterbox/dp/B00ZWPVTTY/ref=sr_1_3?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1516093690&sr=1-3&keywords=hama+72+mm
– 4 x https://www.amazon.de/SanDisk-Ultra-Speicherkarte-Frustfreie-Verpackung/dp/B014IX0234/ref=sr_1_1?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1516093742&sr=1-1&keywords=speicherkarte+64+gb+kamera

Wenn Sie also die Preise bei Amazon addieren (Speicherkarten : 107,96 + Objektive: 2698 + Kameras: 3348 + UV-Filter: 79,98 Euro) müsste ich 6233,94 Euro an Amazon überweisen (Stand 15.01.2018).
Dazu bin ich auch gerne bereit. Als Inhaber einer Foto-Agentur (aktiv in ganz Deutschland und nun auch in der Schweiz) benötige ich für meine diversen Teams ständig neues Equipment. Doch als gebürtiger Wittener möchte ich, gerade bei etwas höheren Summen, lieber die hiesige Wirtschaft unterstützen. Außerdem habe ich bei zurückliegenden diversen Käufen (auch Kameras) gute Erfahrungen bei Ihnen in der Vergangenheit gemacht. War zum Beispiel meine erste Nikon D750 defekt, wurde diese schnell repariert und ich wurde darüber sogar per SMS auf dem Laufenden gehalten, wenn ich mich nicht täusche — Sehr gut!

Leider war ich am gestrigen Tag NICHT zufrieden 🙁
Nicht, weil eine Reparatur schlecht oder gar nicht ausgeführt wurde. Nein!
Mein Problem am gestrigen Tag in Ihrer Fotoabteilung war, dass ich nicht das kaufen konnte, was ich wollte.
Genauer gesagt: Ich wollte gerne ein Angebot haben um dieses Gegenangebot mit dem Angebot von Amazon vergleichen zu können. Es ging mir gar nicht darum, einen günstigeren Preis auszuhandeln. Selbst wenn Ihr Angebot 100,00 Euro teurer gewesen wäre, hätte ich die rund 6300,00 Euro lieber bei Ihnen ausgegeben als bei Amazon.
Nun — Wieso kam es nicht dazu? Was veranlasste mich dazu, ohne meinen anvisierten Kauf zu tätigen, wieder den Saturn in Witten zu verlassen und zukünftig bei Amazon und Co. zu bestellen?

Ich berichte es nachfolgend gerne:
Mit bester Laune (ich kam gerade von einem erfolgreichen Shooting in Berlin: https://foto-agentur.de/shooting-kalender/) betrat ich den Saturn-Markt in Witten.
Ich schaute kurz in die Vitrinen mit den hochpreisigen Kameras und Objektiven und schon erschien eine Verkäuferin.

Ich: „Guten Tag. Sind Sie hier für die Fotoabteilung zuständig?“
Verkäuferin: “ Ja, leider!“
Ich: „(Ironisch) Ohhh, das tut mir leid für Sie ;-)…. Ich benötige zwei Kameras, zwei Objektive und etwas Zubehör. Könnten Sie mir bitte ein Angebot dazu machen?“
Verkäuferin: „Ja, aber nicht heute. Ab morgen wäre das möglich.“
Ich: „Ohhh…. Schade. Ähmm… Ich benötige lediglich ein formloses Angebot mit einem Endpreise. Auf der Grundlage kann ich dann entscheiden, ob ich bei Ihnen oder Amazon die Geräte kaufe. Wenn Sie es mir also einfach auf einen Zettel kurz notieren reicht mir das völlig.“
Verkäuferin: „Hmmm… Ach so. Ja ok. Ich kann es ja direkt von unserer Homepage ausdrucken mit Preisen dazu. Sie brauchen also kein ausführliches Angebot?“
Ich: “ Nein, formlos reicht. Danke. Machen Sie bitte in Ruhe. Ich habe heute Zeit!“
Verkäuferin: „Na gut.“
Ich: „(Ironisch mit Lächeln) Aber nur, wenn es Ihnen keine Umstände bereitet. Ich möchte nicht stören.“

Und so druckte die Verkäuferin die Seiten direkt von saturn.de:
http://www.saturn.de/de/product/_nikon-d750-geh%C3%A4use-1904756.html
http://www.saturn.de/de/product/_tamron-g2-2234982.html
http://www.saturn.de/de/product/_sandisk-ultra-uhs-i-2034318.html
http://www.saturn.de/de/product/_hama-390-wide-1922654.html

Verkäuferin: „So, bitte.“
Ich: “ Danke Ihnen. Damit kann ich arbeiten. Ich gucke mir alles in Ruhe an, vergleiche die Preise (die Produkte sind ja die selben wie bei Amazon) und dann würden wir uns morgen ggf. wieder sehen.“
Verkäuferin: „hmmm… Gerne!“

Mit den Zetteln verließ ich dann den Saturn-Markt Witten und setze mich nahe dem Eingangsbereich an einen Tisch. Ich war doch neugierig und wollte direkt die Preise mit dem Amazon-Angebot vergleichen. Zur Erinnerung. Bei Amazon müsste ich 6233,94 Euro zahlen. Einen Mengenrabatt gibt es bei Amazon ja derzeit noch nicht. Ich rechnete also mit einem günstigeren oder ähnlichen Preis beim Saturn-Markt Witten (Preise Stand 15.01.2018, 15.00 Uhr), da bei größeren Mengen ja in der Regel etwas „Luft“ nach Unten ist und der Händler einen Rabatt einräumt.

Preise Saturn-Markt Witten (bzw. Online-Shop)
2 x UV-Filter: 123,98 Euro
4x Speicherkarten: 104,98 Euro
2 x Tamron-Objektiv: 2838,00 Euro
2 x Nikon D750: 3498,00 Euro

Der Gesamtpreis laut Saturn-Website (Online-Shop) lag also bei 6564,96 Euro.
Das sind also rund 330 Euro mehr, als ich bei Amazon bezahlen würde.

Da war ich natürlich schon etwas überrascht bis enttäuscht. Einen ähnlichen Preis hatte ich schon erwartet. Aber 330,00 Euro sind NICHT etwas mehr.
Richtig überrascht war ich dann aber, als ich prüfte, wieviel Rabatt mir die etwas unmotivierte („Ja, leider“) Verkäuferin eingeräumt hatte.
Nun… der Rabatt lag bei genau 0,00 Euro !

Die Verkäuferin des Saturn Marktes in Witten hatte also einfach die Preise von http://www.saturn.de ausgedruckt und alles addiert. Meine irrige Hoffnung, ich würde durch den Kauf mehrerer hochpreisiger Objektive und Kameras einen kleinen Rabatt bekommen, hatte sich in Luft aufgelöst 🙁
Wenigstens EINEN Euro Rabatt wäre zumindest eine kleiner Erfolg gewesen. Doch selbst diesen hat sie mir verwehrt 😉 Oder als kleines Extra hätte Sie mir ja einen alten, abgelaufenen 24er-Rollfilm beilegen können. Nein, auch dieser Erfolg war mir nicht vergönnt.

Und so beschloss ich, einfach mal höflich erneut bei der Verkäuferin des Saturn-Marktes Witten nachzufragen.

Ich: „Entschuldigen Sie. Ich habe da nochmal eine Frage.“
Verkäuferin: „Ja bitte.“
Ich: „Ich habe erstmal nur folgende Frage. Möchten Sie mir etwas verkaufen?“
Verkäuferin: „Ähmmm, wie bitte?
Ich: „Ob Sie die Motivation haben, mir etwas zu verkaufen?! Das interessiert mich wirklich.“
Verkäuferin: „(jetzt übertrieben freundlich und motiviert) Ja, selbstverständlich möchte ich Ihnen etwas verkaufen.“
Ich: „Das freut mich. Aber dann erklären Sie mir doch bitte mal folgendes. Ich komme zu Ihnen hier in den Saturn-Markt (Witten) und möchte offenbar mehr als 6000,00 Euro ausgeben. Ich habe Ihnen anfangs mitgeteilt, dass ich ein Angebot benötige. Mit diesem Angebot kann ich dann entscheiden, ob ich bei Ihnen hier im Saturn-Markt Witten oder bei Amazon kaufe.
(Anmerkung: Die Bemerkung bzw. Erinnerung, dass Sie laut Ihrer eigenen Aussage zufolge auch nur „leider hier arbeitet“, habe ich mir an dieser Stelle ihr gegenüber gespart.)
Sie haben mir dann diese Preise aus Ihrem Online-Shop ausgedruckt. Preise von einer Internetseite kann ich mir aber auch selber ausdrucken. Dafür komme ich nicht extra zu Ihnen hier in den Saturn-Markt Witten um mir ein Angebot geben zu lassen (Anmerkung: Ich kam mir mit anderen Worten VERARSCHT VOR!!!!! Dies äußerte ich aber nicht ihr gegenüber.)
Verkäuferin: „Darf ich kurz einhaken?! Die Nikon D750 haben wir hier gar nicht vor Ort. Daher kann ich die Einkaufspreise nicht einsehen, dafür müsste ich erst bei den Kollegen anrufen und nachfragen!“
Ich: „Ok, kein Problem. Das ist doch dann die Lösung. Sie fragen nach und rufen mich nachher bitte an und sagen mir den Gesamtpreis.“
Verkäuferin: „Das kann ich nicht versprechen ob ich da heute noch jemanden erreichen kann.“
Ich: „hmmmm…  Schade… Ja dann…. Danke, ich kaufe bei Amazon und gebe dort die 6300 Euro aus (Preis nach oben gerundet).“

Und so verließ ich den Saturn-Markt in Witten und werde in den kommenden Tagen für meine Fotografen-Teams in München und Frankfurt die Kameras und Objektive bei Amazon oder einem anderen Online-Händler einkaufen (außer ich bekomme doch noch ein Angebot, womit ich aber nicht rechne, da es dem Saturn-Markt in Witten offenbar zu gut geht und ein Verkauf gar nicht primär erwünscht ist 🙂

Die Verkäuferin hätte mich übrigens in dem Moment noch überzeugen können. Insgeheim habe ich mir das sogar gewünscht. Folgende Reaktion wäre prima bis sehr gut gewesen:
Ich: „hmmmm…  Schade… Ja dann…. Danke, ich kaufe bei Amazon und gebe dort die 6300 Euro aus (Preis nach oben gerundet).“
Verkäuferin: „Kommen Sie. Warten Sie bitte kurz hier oder trinken einen Kaffee nebenan oder Sie bekommen einen  von mir auch gerne. Ich checke das eben, rufe bei den Kollegen in der Zentrale an und dann bekommen wir das hin! Ich geb mein bestes! Und wenn es heute nicht klappt, haben wir es wenigstens versucht! Dann können Sie ja immer noch entscheiden, ob Sie woanders bestellen oder das Angebot von uns morgen wahrnehmen. Deal?!

Ja, das wäre eine souveräne Reaktion auf meinen Unmut gewesen und ich hätte natürlich gerne gewartet. Ich hatte nämlich, wie beschrieben, viel Zeit an dem Tag.

Liebe Geschäftsleitung des Saturn-Marktes in Witten,

Sie denken jetzt vielleicht. Ach, noch so ein Kunde der eigentlich keine Ahnung hat und meckert.
Nun, vielleicht ist das so. Aber ich kann Ihnen versichern, dass ich als gelernter Kaufmann, mit sehr viel Vertriebs- und Verkaufserfahrung weiß, wie man einen Kunden am POS (im Geschäft) behandelt und ihn davon überzeugt, bei MIR zu kaufen.
Denn nur, weil ich das sehr sehr gut beherrsche, kann ich es mir erlauben, meine Fotografen-Teams (die ich auch im Bereich Verkauf intensiv schule) mit hochwertiger Fototechnik auszustatten. Und das mache ich jetzt voraussichtlich über Amazon.

P.S. 1: Ich habe gestern meiner Ehefrau, die auch mit mir arbeitet (als Visagistin), davon erzählt. Würde meine Ehefrau zu einem meiner/unserer Kunden im Fotostudio nachfolgendes sagen, wäre zumindest ein ernstes Gespräch bzgl. Arbeitsmoral fällig!
Kunde (ähnlich erlebt im Saturn-Markt Witten): „Guten Tag. Sind Sie hier zuständig?“
Verkäufer/Berater/Visagistin/Dienstleister/etc.: „Ja, leider!“

Über eine Rückmeldung und ein gutes, faires Angebot würde ich mich übrigens noch immer freuen. Und falls Sie jemanden benötigen, der mal frischen Wind in den Verkauf bringt, können Sie mich gerne fragen. Ich komme dann zur Nachschulung nochmal vorbei 🙂

P.S. 2: Der Mitarbeiter (mit Glatze um die 50 Jahre, sitzend am Schreibtisch) aus der Abteilung weiße Ware/Küchengeräte war übrigens Zeuge des Geschehens.

„Nein danke, ich möchte keine Drogen kaufen!“

Symbolbild: © arborpulchra, fotolia
Kommentar von Marcus Hanke, Witten
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Ich lese gerade den folgenden Artikel auf WELT-ONLINE und frage mich:

Warum werden die ganzen Dealer nicht einfach weggesperrt oder abgeschoben?

Vor drei Wochen war ich mit meiner Frau in Lissabon. In vier Tagen wurde ich fünfmal gefragt, ob ich Drogen kaufen möchte. Sehe ich wirklich wie ein Drogenkonsument aus? Ich habe mich in den letzten Tagen öfters im Spiegel angesehen, um dieser Frage kritisch ins Gesicht zu blicken 😉

Hey, ich trinke nicht mal Alkohol. Na gut, um Weihnachten herum auf den Weihnachtsmärkten und bei Hochzeiten gibt es die einzigen beiden Ausnahmen.  Aber wie kommen die Dealer darauf, dass ich Bedarf an Koks, Haschisch und was weiß ich noch habe?!

Das Problem gibt es natürlich auch bei uns. Auch ich wurde in Frankfurt schon öfters angesprochen. Das erste Mal übrigens als 15-Jähriger, der damals im Raum FFM im Rahmen eines Fussball-Turniers gastierte. Am Hauptbahnhof hätte ich als damals Minderjähriger wohl ALLES kaufen können.

Im Jahr 2015 habe ich in Berlin für rund sechs Monate gelebt. Direkt in der Nähe vom Görlitzer Park. In Erinnerung blieb mir eine junge Frau, die mit einem Dealer (offensichtlich)  und …. ihrem Kinderwagen …. in einem großen Gebüsch verschwand. Mit Sicherheit wollten die beiden dort nicht Windeln verkaufen bzw. kaufen.

Warum?
Warum wird da nicht hart durchgegriffen? Rechtsstaat hin oder her. Wir, die Bürger sind der Staat. Und wenn wir so etwas nicht mehr sehen wollen, muss sich das doch in der Rechtsgebung, Rechtssprechung und im Durchgreifen der Polizei wiederfinden.

Wann wird da endlich aufgeräumt?

Nazi-Vergleiche von Erdogan

Symbolbild: © pixs:sell, fotolia
Kommentar von Marcus Hanke, Witten
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Eigentlich muss ich Herrn Erdogan gar nicht ernst nehmen. Offensichtlich provoziert er, um sein Volk um sich zu scharen.

Dass die Provokationen dabei jedes Maß vermissen lassen, sind wir ja mittlerweile gewohnt. Er selbst sagt dazu sinngemäß (nicht wörtlich):

„Solange die Deutschen mich einen Diktator nennen, nenne ich sie Nazis oder stelle zumindest Nazivergleiche an!“

Das erinnert mich übrigens an meine Schulzeit. Als viel ältere Schüler (Türken) von der benachbarten Hauptschule mir nicht nur einmal Prügel androhten, weil ich angeblich „Nazi sei“ oder „Scheiß Türke“ gesagt hätte. Damals habe ich das nicht wirklich verstanden. Sie wollten mich wahrscheinlich dazu bringen, etwas falsches auf diesen Vorwurf zu erwidern, um dann zuschlagen zu „dürfen“.
Das fand ich damals unfair, da niemals von mir geäußert und das finde ich auch heute infam, wenn Politiker wie geistig minderbemittelte Schüler agieren.

Enttäuscht bin ich aber von den türkischen Mitbürgern, die sich hinter und vor einen solchen „Schulhofprovokateur“ stellen. Und auch von denen, die sich verstecken und ihre Meinung nicht kundtun.

Und da wäre der Nazivergleich Erdogans sogar berechtigt! Denn das Verschweigen und Verstecken kennen auch die Deutschen aus ihrer Geschichte.

Die Angst vor der fremden Macht (von Marcus Hanke)

Symbolbild: © etfoto, fotolia
Kommentar von Marcus Hanke, Witten
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Nein! Es geht in diesem Blog-Artikel nicht um fremde Flüchtlinge, die sich auf den Weg in Richtung Deutschland machen.

Es geht um den Präsidenten der USA, Donald Trump.
Mittels Twitter und alternativen Fakten gespickte Interviews, verbreitet er selbst und sein Beraterstab, derzeit einiges an Unruhe: Bei vielen sogar Angst und Panik.

Was kann geschehen?
Was haben wir von so einem Menschen, der der größten Macht der Welt vorsteht, zu erwarten?

Im besten Fall sagen wir nach vier Jahren: Viel Lärm um Nichts.
Oder: Hunde die bellen beißen nicht.

Das Problem in der Politik ist allerdings: Auch Hunde die bellen, können große Probleme verursachen. Denn wenn andere Hunde zurück bellen, kann dies auch mal dazu führen, dass einer von ihnen zubeißt!

Und das dürfte derzeit die größte Angst sein. Das unbesonnene Herrscher die Beherrschung verlieren und „auf den Knopf drücken“.

Kann dies passieren? Oder ist dies eine übertriebene Angst?
Fragen wir anders: Ist einem Psychopathen so etwas zuzutrauen?

Ja, Psychopathen haben eine gestörte Selbstkontrolle, reagieren schnell übertrieben gereizt, achten nicht das Wohl anderer Menschen und sind nur auf den eigenen Vorteil bedacht.
Was möchte Donald Trump denn erreichen während seiner Präsidentschaft?

  • Seinen Reichtum mit 70 Jahren noch vergrößern?
  • Die Welt zu einem besseren Ort machen?
  • Seinen Namen auf ewig in die Geschichtsbücher eintragen lassen?

Letzteres ist nicht abwegig. Und die Vergangenheit zeigt, das meist der „große Knall“ dieses Ziel erreichen lässt.
Das zeigte Hitler, Erdogan, Assad, Dahmer und unzählige weitere, denen zumindest ein unsoziales Verhalten unterstellt werden kann. Natürlich sprechen wir sogar von psychopathischen Verhalten, dass manche zu Schlächtern und Despoten werden lies.

Wo reit sich Trump ein?
Ist er eher bei Erdogan einzuordnen? Oder wird er ein zweiter Assad, vom amerikanischen Volk legitimiert.
Von Folter spricht er zumindest nicht zurückweisend.

Im Gegenteil. Waterbording bezeichnet er als wirkungsvoll und als harter Geschäftsmann, präferiert er durchaus wirkungsvolle Werkzeuge: http://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/waterboarding-trump-spielt-mit-der-folter-14759230.html

Und von Folter zum Mord ist es kein langer Weg. Das Wasser muss dafür nur lange genug fließen. Das Messer tief genug schneiden.

Diese Existenzängste sind in der Natur tief angelegt (nicht nur bei Menschen). Wir flüchten davor, verharren in Bewegungslosigkeit (wie so viele Deutsche in der Nazizeit) oder greifen an (wie so wenige Deutsche in der Nazizeit).

Wie würde die Menschheit auf einen Psychopathen Trump reagieren.
Er würde erstmal vom Secret Service geschützt werden. Doch was passiert, wenn er wie ein zweiter Hitler angreift? Würden wir uns vestecken oder zurück schlagen?

Angst ist eine Grundausstattung im Rahmen des Selbsterhaltungstriebs, ein Schutzmechanismus.
Ohne Angst wüssten wir nicht, dass wir reagieren müssen. Angst ist wie ein Schmerz, der uns Zeichen und Aufforderung ist, für Linderung zu sorgen.

Wir groß muss die Angst sein, dass wir den „Schmerz Trump“ abstellen?

Grundängste des Menschen

  • Angst vor Veränderung
  • Angst vor der Endgültigkeit
  • Angst vor Nähe
  • Angst vor Selbstwerdung

Ja, es haben derzeit sehr viele Menschen Angst vor der Veränderung, die uns die Wahl Trumps brachte oder noch bringen wird. Und auch die Angst vor der Endgültigkeit schwingt dabei mit.

Wir müssen uns das verdeutlichen: Ein Mensch mit stark narzisstischen und psychopathischen Zügen hat die Gewalt über das größte Arsenal an Massenvernichtungswaffen der Welt.

Wenn da „Angst vor der Endgültigkeit“ nicht nachvollziehbar ist, ist nichts nachvollziehbar.

Die Angst breitet sich wie ein Virus im Geist aus
Denken und Fühlen wirken wie gelähmt. Nur der Grund der Angst wird noch gesehen und thematisiert. Auch das trifft zu. Man sehe sich die Medien an. Kein anderes Thema ist ähnlich präsent wie Trump.
Nur die Terroranschläge vom 11. September 2001 haben die Menschheit, in jüngerer Vergangenheit, ähnlich beschäftigt und gelähmt. Und gelähmt ist ein passender Ausdruck. Auch körperlich merken wir die Angst vor der Endgültigkeit bzw. der Ungewissheit davor.

Wenn es weniger schlimm läuft die nächsten vier bis acht Jahre, wird die Menschheit überleben

Doch welche Kollateralschäden wird Trump verursachen? Wovor müssen wir sonst noch Angst haben?

  • Einbruch der Weltwirtschaft
  • Arbeitslosigkeit
  • Strafzölle
  • Einreiseverbote
  • Mauerbau
  • Legalisierung von Folter
  • Ausweisungen aus dem „land of the free“
  • Umweltzerstörung
  • diplomatische Verwerfungen
  • Etablierung eines autokratischen Regierungsstils

Fazit
Wir können nur mutmaßen, sollten derzeit kritisch beobachten, doch dabei nicht in bewegungsloser „Lämmer-Apathie“ verfallen. Die freie Welt muss immer eine Antwort finden gegen eine Präsidenten mit folgendem Lebensmotto: „Ich gewinne immer“.

Aufenthaltstitel erteilt durch Ausländerbehörde Witten (von Marcus Hanke)

letzte Aktualisierung: 09.02.2017
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Nachdem wir im letzten Jahr ein paar „Unstimmigkeiten“ mit der Ausländerbehörde Witten hatten, nach Heirat in Dänemark, hält meine Frau Lissy die Aufenthaltsgenehmigung (Aufenthaltstitel) nun in der Hand.

Doch von Anfang: Kennenlernen in Berlin und Heirat in Dänemark
Ende Januar 2016 haben wir, Lissy Mileshenko und Marcus Hanke, uns in Berlin kennen und lieben gelernt.
Nach zwei weiteren, längeren Treffen in den Folgemonaten und einem gemeinsamen Familienurlaub in Holland, war uns klar: wir wollen für immer zusammen bleiben und keine Fernbeziehung führen.

Hochzeit in Dänemark, Marcus Hanke und Lissy Mileshenko
Hochzeit in Dänemark, Marcus Hanke und Lissy Mileshenko

Schnell war der Entschluss zur Heirat gefallen. Natürlich vor allem, wegen unserer romantischen Gefühlen aber auch, da es ohne Heirat für uns keine gemeinsame Zukunft geben konnte. Lissy hat einen russischen Pass und durfte stets nur mit Visum in die BRD einreisen.
Und Dänemark bot sich an, da wir dort recht unbürokratisch einander das Jawort geben durften. Deutsche Standesämter verlangen da ungleich mehr Dokumente, Postillen und Übersetzungen.

Heirat in Dänemark ist rechtlich voll anerkannt
Und so ging es am 10.7.2016 nach Aero, einer sehr schönen, kleinen dänischen Insel in der Nähe von Flensburg.

Bericht von der WAZ vom 08.09.2016 über unsere Heirat: http://www.derwesten.de/staedte/witten/wittener-heiratet-seine-grosse-liebe-im-handumdrehen-id12177200.html

Nachdem wir zurück in Witten waren, meldeten wir Lissy beim örtlichen Bürgeramt an. Sie war nun Wittener Bürgerin. Ganz offiziell und sogar mit einer Einladung zum Neubürgerempfang mit der Bürgermeisterin Frau Sonja Leidemann bedacht.
Die Mitarbeiter beim Bürgeramt waren sehr freundlich und beglückwünschten uns herzlich. Über diese Herzlichkeit freuten wir uns überaus und erwähnten dies auch lobend in dem WAZ-Artikel.
Selbiges bei der Ausländerbehörde eine Etage höher. Freundliche Beamte versicherten uns (das sogar schriftlich mit Briefkopf der Stadt Witten), dass doch alles „sehr gut aussieht“ und die Aufenthaltsgenehmigung, nun nach Vorliegen der Heiratsurkunde, in wenigen Wochen ausgestellt wird.

Und so fuhren wir glücklich in die Flitterwochen auf Rügen und freuten uns auf die Post der Ausländerbehörde Witten.

Rügen, Hochzeitsreise Marcus Hanke uns Lissy kurz vor Brief von der Ausländerbehörde Witten
Rügen, Hochzeitsreise Marcus Hanke und Lissy kurz vor dem Brief von der Ausländerbehörde Witten

Leider zu früh gefreut!
Völlig überraschend erreichte uns am letzten Urlaubstag die Nachricht, dass Lissy ausreisen solle. Ansonsten drohe „zwangsweise Abschiebung“ mit zukünftiger Einreisesperre!
Seltsam, dachten wir! Erst wird Lissy als Neubürgerin freundlichst begrüßt und man versichert uns sogar schriftlich, dass die Aufenthaltsgenehmigung erteilt wird. Und dann, völlig überraschend, so ein aggressiver Behördenbrief. Mein erster Gedanke:“Vielleicht hatte die Absage etwas mit dem WAZ-Artikel zu tun?!“ In diesem hatten wir uns über die unbürokratische Möglichkeit zur Heirat im „Handumdrehen“ gefreut. Diesen Artikel hatte sicherlich auch die Behörde gelesen, war sie doch darin von uns erwähnt worden.

Was war also passiert?
Bericht dazu von der WAZ vom 30.09.2016 : http://www.derwesten.de/staedte/witten/auslaenderamt-droht-verliebter-russin-mit-ausweisung-id12235483.html

Nun war der Ausländerbehörde also aufgefallen, dass sie doch gerne ein sogenanntes Heiratsvisum von uns vorgelegt haben möchten. Das bekommt man in seinem Heimatland bei der deutschen Botschaft/Konsulat.
Das wäre auch kein Problem für uns gewesen, hätte man uns das direkt zu Anfang im Bürgeramt mitgeteilt. Doch so lies man uns darüber im Unklaren bzw. im Glauben, wir bräuchten dieses Heiratsvisum nicht.
Und da meine Lissy, zu dem Zeitpunkt der Ausreiseaufforderung, kurz vor Beginn ihrer Ausbildung (privates Institut) zur Visagistin stand, kam das Schreiben denkbar ungelegen. Die Ausbildung war bereits bezahlt und sie freute sich sehr darauf. Sollte diese Ausbildung sie doch dazu befähigen, zukünftig sozialversicherungspflichtig mit mir gemeinsam zu arbeiten.

Und so überlegten wir, was wir machen sollten.

  • Untertauchen?
  • Ausreisen?
  • Abwarten?
  • Mit der Behörde reden?
  • Anwalt nehmen und beraten lassen?

Die beiden letzten Punkte schienen uns am vernünftigsten. Zusätzlich wollten wir an die Öffentlichkeit gehen, um auf unseren „Fall“ hinzuweisen.

Und so besuchte ich die Ausländerbehörde nach Rückkehr von Rügen mit nicht unbedingt guter Laune.
Mein Vorschlag zur Güte: Man solle Lissy doch einfach eine verlängerte Duldung bis zum 27.12.2016 geben. Dann wären wir eh in Russland zu Besuch bei ihrer Familie in Nowosibirsk und könnten das gewünschte Heiratsvisum nachträglich beantragen.  — Die bereits gebuchten Flugtickets legten wir sogar direkt vor. —
So wären WIR der Behörde entgegen gekommen UND die Behörde hätte guten Willen gezeigt … und den nachfolgenden medialen Shitstorm verhindern können.

Leider ging die Ausländerbehörde Witten nicht auf meinen Vorschlag ein…
Und so führte mich mein weiterer Weg zur Bürgermeisterin Frau Sonja Leidemann. Diese war leider nicht anwesend und konnte deshalb nicht entscheiden.

Darum besuchte ich direkt nachfolgend sehr viele Büros im Rathaus Witten und habe eine Mappe mit allen Unterlagen zu unserem „Fall“ an recht viele Beamte verteilt. Zusätzlich an die Ratsfraktionen der Stadt Witten.
Mit großer Hoffnung erwartet ich nun einen Anruf bis zum Abend des selben Tages, dass man auf meinen Vorschlag bzgl. der Duldung bis zum 27.12.2016 nun doch eingeht.
Doch leider fühlte sich entweder niemand zuständig, nahm mich nicht ernst oder wollte es aussitzen.

Ich war regelrecht überrascht darüber, dass das Rathaus Witten sehenden Auges gegen eine Wand lief und schmerzhaft abprallen sollte.

Wie auch immer: Darum habe ich dann am Abend die gesamten Unterlagen an rund 25 Zeitungen und sonstige Medien verschickt.
Der Artikel in der WAZ war bereits im Gespräch und erschien tatsächlich zwei Tage später: http://www.derwesten.de/staedte/witten/auslaenderamt-droht-verliebter-russin-mit-ausweisung-id12235483.html

Andere Medien reagierten mit etwas Verzögerung nach drei bis fünf Tagen (unter anderem DIE WELT und der SPIEGEL).

Jedenfalls wurde der Druck für die Behörde, durch den bereits erschienenen Artikel in der WAZ, das Schreiben durch den mittlerweile beauftragten Rechtsanwalt Herrn Tobias Klein-Endebrock (ehemaliger Fraktionsvorsitzender der SPD im Rat der Stadt Witten und mit noch existierenden „Kontaktdaten“ dorthin) und einen weiteren geplanten Artikel in der WELT (Zeitung deutschlandweit und WELT-Online), offenbar so groß, dass uns die Ausländerbehörde endlich entgegen kam.

Vielleicht war es auch die Einsicht, dass man nicht erst positive Zusagen geben sollte und dann mit einem kaltherzigen Bürokratenbrief auf „Spatzen“, bzw. meine Ehefrau, schießen sollte.

Willkommenskultur sieht anders aus
Erst einladen (Neubürgerempfang und Registrierung als Wittener Bürgerin) und dann eine anmahnende Ausreiseaufforderung mit Abschiebeandrohung zu versenden, war nun wirklich übertrieben, um es freundlich auszudrücken.

Durch die Blume gab man uns übrigens zu verstehen, dass die Stadt Witten nicht dafür bekannt ist, Abschiebungen „übertrieben motiviert“ durchzuführen.

Abschiebung? „Keiner will glückliche Menschen daran hindern, zusammenzuleben.“
Längst wollt man, kurz vor Veröffentlichung in der WELT, eh nichts mehr von Abschiebung wissen oder das Wort „Abschiebung“ überhaupt noch in den Mund nehmen. Man sah vielleicht ein, dass hier jemand maßlos überzogen hatte im eigenen Haus?!

Pressesprecherin der Stadt Witten, Frau Lena Kücük, äußerte übrigens folgende falsche Aussage gegenüber der WAZ:„Und dann müssen die Mitarbeiter tätig werden, weil sich Frau Mileshenko quasi illegal hier aufhält.“

Dieses Statement der Pressesprecherin muss man unter Fake News oder alternative Fakten einordnen.
Um es deutlich zu sagen: Meine Frau Lissy hatte zu jedem Zeitpunkt ein gültiges Visum und war somit nicht illegal in der BRD!

Wie kann es sein, dass solche „alternative Fakten“ in der Presse von einer Behörde geäußert werden?

Man versuchte also die Wogen nicht nur im WAZ-Artikel zu glätten (durch Pressesprecherin Lena Kücük). Auch im persönlichen Gespräch wurde man nun versöhnlicher.

Vielleicht auch deshalb, da ich bereits mit 1000 Flugzetteln vor dem Rathaus stand (am Tag der Veröffentlichung des WAZ-Artikels), um auch vor Ort weiter Druck aufzubauen. Diese Aktion hatte ich fairerweise ebenfalls vorab angekündigt.

Diesmal reagierte man endlich und die Flugblätter mussten nicht zum Einsatz kommen, was ich fast schon schade fand. Das Flugblatt war wesentlich „schärfer“ als der WAZ-Artikel.

Einfach glücklich nach Einigung
Wir waren einfach nur glücklich, dass wir uns mit der Ausländerbehörde Witten letztlich einigen konnten. Man gab uns sogar noch eine Vorabzustimmung mit, damit es beim Konsulat in Nowosibirsk möglichst schnell gehen konnte. Andernfalls hätte das Konsulat nämlich nochmals alle Unterlagen, in Abstimmung mit der Ausländerbehörde Witten, überprüfen müssen.

Und das alle Unterlagen vollständig sind und einer Aufenthaltsgenehmigung nichts im Wege steht, bestätigte die Ausländerbehörde Witten ja bereits kurz nach der Hochzeit. Somit war eine Prüfung eh obsolet.

Grund der Ablehnung
Was laut Ausreiseaufforderung als Grund der Ablehnung aufgeführt war, machte uns schon etwas nachdenklich. Man führte ein „erhebliches öffentliches Interesse an der Steuerung der Zuwanderung“ auf.

Sicher gibt es dieses Interesse. Aber ich fragte in dem offenen Brief folgendes zurück:“ Wenn dem so ist, muss sich, in Anbetracht der aufgeführten Fakten, jeder Wittener fragen, ob er Teil dieses öffentlichen Interesses ist oder sein möchte!“
Und:“Welcher Wittener kann es mit seinem Herzen vereinbaren, dass meine liebe, rechtmäßig angetraute Ehefrau Lissy, die zu mir nach Witten gehört, die deutsche Sprache perfekt beherrscht, sozial eingebunden ist, in zwei Berufen ab November hier arbeiten soll (und damit Sozialversicherungsbeiträge zahlt), ausgewiesen wird?!“

Download als PDF:
offener Brief von Marcus Hanke an die Stadt Witten

Auch gab man zu bedenken, dass Lissy ja noch nicht sozial eingebunden wäre. Ich frage mich nur, wie wollte die Ausländerbehörde Witten das wissen?
Meine Familie gab eine passende Antwort. Beim diesjährigen Familientreffen (siehe Bild nachfolgend) haben sich alle für den Verbleib meiner Ehefrau per Unterschrift ausgesprochen.

Lissy im Kreise der Familie. Absolut sozial eingebunden und geliebt
Lissy im Kreise der Familie. Absolut sozial eingebunden und geliebt
Unterschriftenliste Famile Hanke für den Verbleib meiner Ehefrau Lissy
Unterschriftenliste Familie Hanke für den Verbleib meiner Ehefrau Lissy

Pro und Contra Abschiebung
Auf sieben Seiten hat die Ausländerbehörde Witten aufgeführt, was für eine Abschiebung spricht.
Folgendes erwiderte ich in dem offenen Brief:!“ Sehen Sie also bitte nicht nur Gründe, die für eine Ausweisung sprechen. Ich denke jeder vernünftige Mensch erkennt, welche Gründe gegen eine Ausweisung sprechen.“

Lissy ist übrigens Deutschlehrerin. Hervorragend ausgebildet beim Goethe-Institut in St. Petersburg. Es stimmt schon nachdenklich, dass zum einen, in Anbetracht der sogenannten „Flüchtlingskrise“, viele Deutschlehrer gesucht werden und andererseits bestens ausgebildete Deutschlehrer, unter Zwang, abgeschoben werden sollen.

Nicht wenige Stimmen erreichten uns nach dem WAZ-Artikel, die folgendem Tenor entsprachen:„Kriminelle Ausländer dürfen hier bleiben und weiter unsere Frauen, Schwestern und Töchter missbrauchen und eine nicht vorbestrafte, bestens integrierte Deutschlehrerin, die selbst für sich sorgen kann, soll abgeschoben werden. Wer soll so etwas verstehen?“

Ich persönlich distanziere mich von solchen Gedanken und Vergleichen. Doch wusste die Stadt Witten denn nicht, das solches Gedankengut durch ihre unsensible Entscheidung aufkeimt?!
Diese und ähnliche Kommentare fanden sich schnell auch unter dem WAZ-Artikel im Internet. Es wurden offenbar so viele, dass die WAZ-Online aus nachvollziehbaren Gründen die Kommentarfunktion nach einigen Tagen für den Artikel abschaltete.

Entscheidung der Behörde alternativlos?
Man mag jetzt sagen, dass die Stadt Witten keine Chance hatte, anders zu entscheiden.
Dem erwidere ich, Marcus Hanke:„Doch, das hatte die Ausländerbehörde Witten. Eine sofortige Erteilung der Aufenthaltsgenehmigung (auch ohne Heiratsvisum) für meine rechtlich angetraute Ehefrau, war nach rechtlichem Ermessen vertretbar und musste sogar erfolgen, laut Rechtsanwalt Tobias Klein-Endebrock, Dortmund (Rechtsanwalt meiner Ehefrau zu diesem Zeitpunkt).

Natürlich hätten wir das durch ein Gericht bestätigen lassen können. Doch der Aufwand erschien uns zu groß. Es hätte Monate bis Jahre dauern können, bis ein Urteil ergangen wäre. In dieser Zeit hätte Lissy sich nicht mehr in die BRD aufhalten dürfen.

Daher folgten wir unserer ersten Überlegung. Am 27.12.2016 flogen wir gemeinsam nach Nowosibirsk und holten uns das Heiratsvisum. Dies war übrigens ein Aufwand von 20 Minuten.

Den ganzen Stress hätte man sich also sparen können.
Wir… aber vor allem …. die Stadt Witten und die Ausländerbehörde Witten!

Letztlich ging es nämlich nur darum, uns das Leben etwas schwerer zu machen, (so ähnlich formulierte das tatsächlich die Ausländerbehörde in ihrem 7-seitigen Schreiben) um am Ende das Visum als Kopie in irgendeinen Ordner abheften zu können. Das Ergebnis wäre bzw. ist, mit und ohne Heiratsvisum, das gleiche. Lissy lebt hier bei mir in der BRD.
Mehr Sinnlosigkeit, bzgl. einer behördlichen Entscheidung, kann man sich kaum vorstellen.

Dazu kommt: Längst hätte meine Frau Lissy in die Renten-, Kranken- und Sozialversicherung zum Wohle aller einzahlen können. Doch erst mit dem Aufenthaltstitel hat sie auch eine Arbeitserlaubnis. *kopfschüttel*

Lissy Mileshenko und Marcus Hanke in Nowosibirsk
Lissy Mileshenko und Marcus Hanke in Nowosibirsk

Blog-Artikel:
Meine Reise zu den Eisbären… und zu meiner neuen Schwiegermutter

Nicht unerwähnt möchte ich aber lassen, dass uns die Beamten der Stadt Witten am Ende freundlich entgegen kamen. Die Vorabzustimmung war eine freundliche Geste gegenüber meiner Frau Lissy.

Wie es dazu kam, würde uns überaus interessieren.
Ob dies Eigeninitiative der Ausländerbehörde Witten oder eine Anweisung der Wittener Bürgermeisterin Frau Sonja Leidemann war, werden wir wohl nie erfahren. Vielleicht war es aber auch der zusätzliche Druck durch die LINKE im Rat der Stadt Witten, die neben einer Pressemitteilung zu unserem Fall auch einen Antrag einbrachte, ähnliche Fälle der vergangenen Jahre zu überprüfen.

Die Duldung bis Ende Dezember 2016 bekamen wir, nachdem wir den Rechtsanwalt meiner Frau, Herrn Tobias Klein-Endebrock, entlassen hatten. Freundlicherweise durften wir dafür das Fax-Gerät der Ausländerbehörde nutzen. Nach Versand des Faxes gab es dann die Duldung. Sonst hatte Herr Stobbe, Leiter der Ausländerbehörde Witten, meiner Ehefrau nur einige zusätzliche Wochen in Aussicht gestellt.
In Anbetracht einer drohenden rechtlichen Auseinandersetzung, war man wohl durchaus etwas „nervös“ in der Ausländerbehörde und war sichtlich daran interessiert, dass wir nicht vor Gericht ziehen bzw. zumindest den Rechtsanwalt entlassen.

  • In Russland sind behördliche Entscheidung unter Umständen von „Zuwendungen“ abhängig.
  • Sind in manchen Städten des Ruhrgebiets behördliche Entscheidungen unter Umständen von der „Abkehr“ vom eigenen Rechtsanwalt abhängig?

Es gilt also wie fast immer im Leben: Quid pro quo
Meine Frau kennt das ja schon aus Russland 🙁
Ich kenne das ebenfalls und letztlich war dies auch das Ziel 🙂

„Vielen Dank! Es war mir ein Vergnügen.“

Positives Fazit von mir, Marcus Hanke:
1. Wir wissen nun, das „Kämpfen“ und medialer Druck durchaus Wirkung zeigen.
2. Wir wissen nun, das moralisches und tatsächliches Recht in der BRD etwas gelten.
3. Wir haben das, was wir von Anfang an wollten (erstmal Duldung, dann Aufenthaltstitel für drei Jahre).
4. Ich (Marcus Hanke) habe eine neue Erfahrung für die „psychologische Trickkiste“ 😉
5. Wir haben eine interessante Erinnerung und gleich zwei Zeitungsartikel, die wir den Enkeln in 30 Jahren zeigen können.
6. Artikel 6 gilt auch für die Stadt Witten und die Ausländerbehörde Witten: https://de.wikipedia.org/wiki/Artikel_6_des_Grundgesetzes_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschland
7. Das Rathaus Witten steht NICHT allein für die Stadt Witten. Die Stadt Witten, dass sind in erster Linie die aufrechten Bürger, die sich füreinander einsetzen und echte Willkommenskultur leben.
8. Lissy hat die Gewissheit, dass sie geliebt ist und die Familie Hanke und ich, Marcus Hanke, sich für sie uneingeschränkt einsetzt.
9. Wir haben alles richtig gemacht.
10. Sie machen meiner Frau Druck, ich mache Ihnen Druck!
11. Lissy gehört zu mir, Lissy bleibt hier!

 

Alternative Fakten in postfaktischen Zeiten (von Marcus Hanke)

Symbolbild: © gguy, fotolia
Kommentar von Marcus Hanke, Witten
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Die Beraterin des Präsidenten Donald Trup, Kellyanne Conway, nutze diesen Ausdruck, um die Aussage des Pressesprechers von Trump, zu verteidigen.
So Conway: „[…] seien Sie nicht so übertrieben dramatisch. Sie sagen, es wäre eine falsche Behauptung, und […] unser Pressesprecher Sean Spicer präsentierte dazu alternative Fakten.“
Chuck Todd entgegnete daraufhin: „Alternative Fakten sind keine Fakten. Es sind Unwahrheiten.“

Und was sind Unwahrheiten? Genau, es sind Lügen!

System hinter den alternative Fakten
Manche Menschen wollen Lügen glauben, da dies für sie bequemer ist. Die Wahrheit, die eigene Gewissheit zu verteidigen, kostet nämlich Kraft. Diese Kraft hat nicht jeder bzw. nur in Maßen.
Denn wer eine Lüge immer wieder hört oder liest, neigt nach einer gewissen Wiederholung dazu, diese Lüge als Wahrheit hinzunehmen.
Es ist einfach angenehmer, die Lüge zu glauben als an seiner eigene Kritikfähigkeit oder Wahrheit festzuhalten.
Wir geben also die Wahrheit auf, nehmen die Lüge an und schon ist die innere Harmonie wieder hergestellt.

Vernunft vs. postfaktischen Zeiten
Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte sich vors Mikro und sagte: „Es heißt ja neuerdings, wir lebten in postfaktischen Zeiten. Das soll wohl heißen, die Menschen interessieren sich nicht mehr für Fakten, sie folgen allein den Gefühlen.“

Es gibt Fakten und Gefühle. Fakten sind die Wahrheit. Gefühle sind Resultat eines chemischen, inneren Prozesses, der unbewusst abläuft und schwerlich beeinflusst werden kann.

Wer an Fakten glaubt, kann dies mit guter und schlechter Laune machen. Doch je nach Gefühlslage, kann man die Fakten annehmen, missachten oder uminterpretieren.
Es ist daher durchaus ratsam, die Faktenlage möglichst unemotional zu checken.
Da Donald Trump jedoch extrem polarisiert und Gefühle dadurch sehr schnell „anschwellen“, ist diese nüchterne Betrachtung nicht jedem möglich. Weder seinen Fans noch seinen Hatern.

Strategisches vorgehen der Lügner
Letztlich steckt eine gewisse Strategie dahinter, die Fakten mit emotionalen Äußerungen (Twitter und anderen Social Media-Accounts) zu manipulieren. Davon leben letztlich Fake News-Lügner und ihre Anhänger. Doch auch den Anhängern des gemäßigten Lagers würde mehr Mäßigung gut tun. Jeder emotionale Angriff führt zu noch mehr „Druck im Kessel“, der entweichen muss.

Was tun gegen alternative Fakten/Lügen?
Jeder sollte die Quelle prüfen und am besten mehrere seriöse, unabhängige Quellen zu Rate ziehen. Das lernt man eigentlich schon in der Schule.
Jeder, der kommuniziert, hat eine Absicht. Man prüfe also besser, welche Absicht der Sender mit seinen Äußerungen anstrebt.
Das Ziel von Lügnern ist in den meisten Fällen unseriös. Wem glaubt man eher? Unabhängigem Journalismus, Tatsachenberichte oder twitternden Machthabern, die bereits in der Vergangenheit gelogen haben?

Nice to know
Die Verkäufe von George Orwells Klassiker „1984“ sind in den letzten Tagen stark angestiegen.
In dem Buch werden Fakten durch „Neusprech“ ersetzt und verändert. Und so weit sind wir davon nicht entfernt. Alternative Fakten in postfaktischen Zeiten, Fake News, Lügen und Gerüchte betreffen uns alle. Seien wir kritisch!

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Fake News versus Wahrheit (mit konkretem Beispiel: Alexander Breitinger aus Göppingen, angeblicher Geschäftsf. Music- & Dreamclub) (von Marcus Hanke)

Symbolbild: © stockWERK, fotolia
Kommentar von Marcus Hanke, Witten

Lügen und Fakten stehen sich in der Anarchie des Internets gegenüber.
Früher gab es die Fake News eher im Hausflur oder auf der Straße. Jetzt wird das Internet dafür missbraucht. Dort ist der Lügner anonym und die falsche Nachricht kann sich dort einfacher und schneller verbreiten.
Außerdem bleiben sie in Foren oder auf Facebook in der Regel gespeichert. Die Lüge wird also dauerhaft „zementiert“. Jetzt mit Beispiel aus dem Alltag: Alexander Breitinger

Vorab: „Ich, Marcus Hanke, bin FÜR freie Meinungsäußerung. Siehe dazu auch einen meiner letzten Beiträge hier: http://jesuisberlin.de/2016/12/23/meinungsfreiheit-gilt-fuer-alle-populisten-gutmenschen-fluechtlinge/
Ich bin jedoch gegen Falschmeldungen, Diffamierungen, Lügen, also Fake News!“

Doch wer verbreitet Fake News und unwahre Gerüchte?
Hinter Fake News stecken in der Regel Betrüger, andersdenkende Parteien, missgünstige Wettbewerber oder verschmähte Ex-Freunde/Freundinnen.
Sie wollen jemanden Schaden zufügen. Da sie dies durch direkte Gewalt oder auf rechtlichen Weg nicht schaffen, bedienen sie sich der Lüge.
Sie posten falsche Gerüchte in Foren wie gutefrage.net oder auf Facebook. Es sind meist moderierte Foren und Facebook-Gruppen. Das heißt, der Ersteller von Fake News kann sogar Stimmen löschen von objektiv denkenden Personen, die den Sachverhalt aufklären wollen bzw. anderer Meinung sind.

Was ist das Ziel von Fake News?
Sie wollen Schaden anrichten. In der Anonymität des Internets haben sie meist nicht viel zu befürchten. Sie nutzen gefälschte Fake-Accounts oder stiften andere dazu an, Lügen über deren Accounts zu verbreiten.
Im wirtschaftlichen Bereich sind es fast immer missgünstige Wettbewerber, die einen besseren, erfolgreicheren Konkurrenten schaden wollen. So verliert der andere Kunden und Umsatz, obwohl hinter den Fake News nur eines steckt: ein verlogener, neidischer Konkurrent.

Außerdem ist es das Ziel der Lügner, durch Falschmeldungen Klicks und Traffic zu generieren, um selber ihre Geschäfte zu retten oder zumindest zu verbessern.
Durch Falschmeldungen werden Suchbegriffe bedient, die ohne Fake News gar nicht existieren würden. Fake News sind auch darum erfolgreich, weil sie anscheinend bestätigen, was man gerne glauben möchte.
Die Lüge erscheint im Internet als Wahrheit. Doch nur weil ein oder mehrere Fake-Accounts eine Lüge wiederholen, wird die Lüge dadurch nicht zu Wahrheit.

Ein konkretes Beispiel dazu:
Herr Alexander Breitinger aus Göppingen — teilweise ist auch Kaiserslautern angegeben, auf Xing steht wiederum Stuttgart, dort gibt er sich übrigens wiederum als Manager, Produzent und Coach aus (höchste Ausbildung Realschule) — ist der angebliche Geschäftsführer vom Music- & Dreamclub (Event-, Casting- und Künstleragentur:
https://www.facebook.com/MusicandDreamclub/ (eine echte Website existiert derzeit evtl. gar nicht nach Recherche!?) Im Impressum seiner Facebook-Seite findet man wiederum Infos zu seinen Castings für Modelle und andere Künstler. Fotograf scheint er zusätzlich auch noch zu sein.

Ich habe keine Infos zu Herrn Alexander Breitingers angeblichen Geschäften und halte mich da auch zurück bzgl. Gerüchten.
Doch diverse Postings auf GuteFrage.net und selbst auf seiner eigenen Facebook-Seite sind zumindest interessant.
Jedenfalls generiert dieser Herr Alexander Breitinger seit Jahren Klicks und somit potentielle Kunden dadurch, dass er Foto-Agentur.de und mich persönlich (Marcus Hanke) über z. B. Facebook diffamiert und Behauptungen in den öffentlichen Raum stellt.

Zum Glück lachen darüber die meisten intelligenten Menschen. Denn auf unserer Feedback-Seite (NICHT gefaked) und in unseren Videos haben wir einen positiven Kundenzuspruch von 100 %. Siehe dazu: http://foto-agentur.de/meinungen-zu-unseren-testshootings/ und Youtube von Foto-Agentur.de, Marcus Hanke: https://www.youtube.com/channel/UC_ZAnxpY0ZweOYgSFtMsfnA

Jedenfalls habe ich derzeit höchste Freude damit, diesen Herrn Alexander Breitinger mit legalen Mitteln zu bekämpfen. Sollte übrigens jemand genauere Infos zu Herrn Alexander Breitinger aus Göppingen oder Kaiserslautern haben, bitte ich um Nachricht an mich per Email: buero@foto-agentur.de
Bei eventuellem Betrug durch andere Personen (nicht näher hier bestimmt!) ist übrigens immer eine Anzeige anzuraten: z. B. über http://www.online-strafanzeige.de/index.php?kat=nrw-nordrhein-westfalen-online-strafanzeige

Wer sind die Leser von Fake News?
Jeder hat bereits Falschmeldungen gelesen und ist mit dem Problem konfrontiert.
Es geht einzig darum, wie der Leser diese einordnet. Lügen zeichnen sich im Internet meist dadurch aus, dass diese diese völlig überzogen und sehr emotional vorgetragen werden. Gegenstimmen gibt es dort fast keine, da…

  1. zufriedene Kunden in der Regel nicht in Foren posten
  2. der Lügner die positiven Kommentare löscht, da sie nicht seiner Meinung entsprechen

Fake News haben mit fairer journalistischer Berichterstattung rein gar nichts gemein
Der normale Leser kann dies oft aber nicht unterscheiden. Oder er hat einfach nicht das Wissen darüber, dass nicht jede Quelle glaubwürdig ist und objektive Berichterstattung von unterschiedlichen Seiten ein journalistisches Gebot (Pressekodex) ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Pressekodex

Personen, die so etwas veröffentlichen, nutzen also die Unwissenheit von z. B. jungen Menschen aus. Solche Personen informieren natürlich nicht darüber, dass es ihre subjektive  Meinung ist.
Sie schreiben selbstverständlich auch nicht, warum sie so etwas posten. Das sie zum Beispiel nur deshalb Lügen veröffentlichen, um ihr eigenes Unternehmen zu retten.
Also vorsichtig: Fake News-Poster sind oft Lügner und Betrüger!

Was tun gegen Fake News
Darüber habe ich mich auch schon in meinem Blog-Posting auf Foto-Agentur.de zu geäußert. Viel kann man leider nicht gegen Sie tun.
Sie sind leider sehr feige und verstecken sich hinter Fake-Profilen.

Ich erstatte bei strafrechtlich relevanten Lügen immer Anzeige. Mein Geschäft schütze ich durch gute Arbeit, die ja auch durch unzählige Models, Kunden und Partner bestätigt wird: http://foto-agentur.de/meinungen-zu-unseren-testshootings/

Ansonsten heißt es: Ruhe bewahren und keinesfalls diese Lügen-Trolle zu füttern oder direkt auf sie zu reagieren oder gar selber negative Postings zu verfassen.
Denn denkt dran: letztlich sind das meistens arme Schlucker die bisher nichts erreicht haben 🙂 ! Wenn ihr gegen sie überzogen aktiv werdet, zerstört ihr sie vielleicht völlig. Und das kann man ja auch nicht wollen.

Und Hater, Trolle, etc. muss man sich auch erstmal verdienen. Solche Probleme haben nur erfolgreiche Menschen.
Darum bin ich auf mein Unternehmen Foto-Agentur.de Marcus Hanke, meine Mitarbeiter, Kunden, Modelle und Partner sehr stolz.
Und ja: auch auf mich.

Fakten:

  1. Foto-Agentur.de Marcus Hanke vertritt die zahlenmäßig meisten Modelle (bezogen auf vor Ort gecastete Neubewerbungen im Zeitraum Anfang 2016 bis Anfang 2017) in Deutschland.
  2. Foto-Agentur.de Marcus Hanke ist seit 17 Jahre erfolgreich am Markt aktiv. Das geht nur mit zufriedenen Kunden und seriösem Geschäftsmodell.
  3. 100-%-Zufriedenheit laut Feedbacks unserer Modelle (Stand 27.01.2017).

So… nur das beste für euch,
Euer Marcus Hanke

Nachtrag
Politik, seriöse Medien und selbst Google und Facebook sind nun aufmerksam geworden. Gesetztliche Verschärfungen werden wohl folgen, auch im Hinblick auf die bevorstehende Bundestagswahl im September 2017. Dies auch als Hinweis an Herrn Alexander Breitinger.

Weitere Quellen zum Thema:

Meinungsfreiheit gilt für alle: Populisten, Gutmenschen, Flüchtlinge (von Marcus Hanke)

Symbolbild: © Traumbild, fotolia
Kommentar von Marcus Hanke, Witten
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Dieser Tage bin ich hin und hergerissen. Der Anschlag in Berlin hat mich, hat uns, kurz vor den Feiertagen tief erschüttert. Wie damit umgehen? Die Gedanken sind frei und die Gefühle natürlich erst recht. Eine Einordung der Gedanken und Gefühle tut not.

Mit dem Anstieg der Flüchtlingszahlen stieg auch die Zahl derer, die sich kritisch bis radikal-populistisch äußerten. Und auch in meinem Familien- und Bekanntenkreis gehört wahrlich nicht jeder zur Gruppe der sogenannten Gutmenschen.

Folgende Meinungen dürften in der Gesellschaft wohl am häufigsten vertreten werden:

  1.  maximal radikal: keine Flüchtlinge in der BRD. Alle abschieben! Zäune hoch! Merkel muss weg!
  2.  gemäßigt populistisch: Kinder, Frauen und Familien aus Kriegsgebieten sind akzeptiert. Alle jungen Männer raus! Einzelne, die wirklich verfolgt werden, sollen erstmal bleiben. Aber später bitte wieder raus hier.
  3.  Gutmenschentum: alle dürfen rein. Wir schaffen das!

Es existieren selbstverständlich diverse Grautöne hierbei.

Und ich merke es an mir selbst. Wenn erhebliche Taten von Einzelnen die Presse und soziale Medien durchfluten, bin auch ich wankelmütig in meinem Mitgefühl und meinen Gedanken.

So fragte ich mich vor etwa einem Jahr (Silvester) durchaus, ob jeder junger Mann aus Marokko und Tunesien ein Bleiberecht bekommen sollte.
Nach dem Mord an den jungen Studentin in Freiburg verschärfte sich dieser innere Konflikt in mir. Was wird zukünftig noch geschehen, wenn einzelne junge Männer nicht wissen, wohin mit ihrem Frust, ihrer freien Zeit und ja… ihrer vorhandenen sexuellen Energie?

Perspektivlosigkeit und Frust sind immer Risikofaktoren für unüberlegtes, rechtswidriges Verhalten. Doch genau das haben viele Flüchtlinge mit den besonders radikalen Populisten gemein. Perspektivlosigkeit und Frust herrscht zu oft auch an den Stammtischen und vor den Bildschirmen dieser Republik. Die Angst, die Sorge, dass ein hergezogener mehr bekommt oder (uns) etwas wegnimmt, tötet jedes Mitgefühl in uns für die Hilfsbedürftigen aus den Krisengebieten.
Wenn noch die Angst vor Anschlägen und vor Überfällen hinzu kommt, wird das Gutmenschentum auf eine harte Probe gestellt. Und nicht wenige wechseln das Lager dieser Tage und fordern zusätzlich: „Merkel muss weg!“

Die Erkenntnis, dass es keine einfachen Antworten (auf unseren inneren Konflikte) gibt, entbindet uns nicht davon, nach ihnen zu suchen. Und mit jeder radikalen Tat, werden die Fragen lauter.
Doch gerade das ist gelebte Demokratie:

  • (Fast) jede Meinung öffentlich äußern zu dürfen.
  • Darauf einzugehen und sie im Rahmen der Meinungsfreiheit (mit dem Mund) zu bekämpfen und kommentieren zu dürfen.
  • Aus diesem Dialog, der derzeit sehr aggressiv geführt wird, neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Wir SOLLTEN uns jede Meinung anhören. Wir MÜSSEN jedoch auf jede Meinung eingehen, wo es Vernunft, Mitgefühl, Gewissen und Rechtsstaatlichkeit gebietet. Das gilt für Gutmenschen, Populisten und für geflüchtete Menschen.

Zum Unfall oder Anschlag am 19.12.2016 in Berlin (Weihnachtsmarkt) (von Marcus Hanke)

jesuisberlin
Kommentar von Marcus Hanke, Witten

Ich bete für die Opfer, ich bete für Berlin, ich bete für Deutschland. Ich bete dafür, dass es ein Unfall war. Denn ein Anschlag im Herzen unserer abendländischen Seele, würde den Hasspredigern und Populisten in die Hände spielen. Und genau das, so ist zu vermuten, würden Terroristen damit hervorrufen wollen.

Terroristen hätten sich damit nicht nur an den Toten und Verletzten versündigt. Sie hätten mit einem Anschlag in der deutschen Hauptstadt, dem Zentrum der deutschen, christlichen Lebenskultur, ihr Gift in unseren freiheitsliebenden, toleranten, Weltoffenheit atmenden Organismus gespritzt. Wir dürfen das nicht zulassen. Wir müssen ein Gegenmittel gegen dieses, uns selbst zerstörende, Gift finden.

Wir leben in einer verunsicherten Welt, deren Umwälzung wir gerade erleben. Die vermeintliche Freiheit, die man uns durch das Internet gab, hat sich gegen uns gerichtet. Religionen, die schon seit Jahrhunderten gegeneinander ankämpfen, haben ein neues Schlachtfeld entdeckt. Das Blut fließt uns nun über unsere kleinen und großen Bildschirme entgegen. Hass und Angst wachsen in unseren einst unschuldigen Seelen und suchen ein Ventil. Der Druck entläd sich in banalen Schuldzuweisungen und Hasspostings. Jeder Anstand geht verloren. Und wir entschuldigen die Entgleisungen mit der Sorge um unser Vaterland und unsere Kindern.

Noch sind es verbale Entgleisungen. Noch sind es nur Stimmen, die auf das Gift reagieren und wiederum zu Gift werden. Doch was wird morgen sein? Was wird passieren, wenn die vergifteten, schreienden Hetzer, nicht nur verbal angreifen?!

Wir können nicht das Internet abschaffen. Auch können wir nicht jeden Terroristen stoppen. Wir können nur selbst dafür Sorge tragen, dass ihr Gift uns nicht zerstört. Denn genau das wollen sie.

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