Kriegsgräber-Gedenkstätte,

Die Angst vor der fremden Macht (von Marcus Hanke)

Symbolbild: © etfoto, fotolia
Kommentar von Marcus Hanke, Witten
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Nein! Es geht in diesem Blog-Artikel nicht um fremde Flüchtlinge, die sich auf den Weg in Richtung Deutschland machen.

Es geht um den Präsidenten der USA, Donald Trump.
Mittels Twitter und alternativen Fakten gespickte Interviews, verbreitet er selbst und sein Beraterstab, derzeit einiges an Unruhe: Bei vielen sogar Angst und Panik.

Was kann geschehen?
Was haben wir von so einem Menschen, der der größten Macht der Welt vorsteht, zu erwarten?

Im besten Fall sagen wir nach vier Jahren: Viel Lärm um Nichts.
Oder: Hunde die bellen beißen nicht.

Das Problem in der Politik ist allerdings: Auch Hunde die bellen, können große Probleme verursachen. Denn wenn andere Hunde zurück bellen, kann dies auch mal dazu führen, dass einer von ihnen zubeißt!

Und das dürfte derzeit die größte Angst sein. Das unbesonnene Herrscher die Beherrschung verlieren und „auf den Knopf drücken“.

Kann dies passieren? Oder ist dies eine übertriebene Angst?
Fragen wir anders: Ist einem Psychopathen so etwas zuzutrauen?

Ja, Psychopathen haben eine gestörte Selbstkontrolle, reagieren schnell übertrieben gereizt, achten nicht das Wohl anderer Menschen und sind nur auf den eigenen Vorteil bedacht.
Was möchte Donald Trump denn erreichen während seiner Präsidentschaft?

  • Seinen Reichtum mit 70 Jahren noch vergrößern?
  • Die Welt zu einem besseren Ort machen?
  • Seinen Namen auf ewig in die Geschichtsbücher eintragen lassen?

Letzteres ist nicht abwegig. Und die Vergangenheit zeigt, das meist der „große Knall“ dieses Ziel erreichen lässt.
Das zeigte Hitler, Erdogan, Assad, Dahmer und unzählige weitere, denen zumindest ein unsoziales Verhalten unterstellt werden kann. Natürlich sprechen wir sogar von psychopathischen Verhalten, dass manche zu Schlächtern und Despoten werden lies.

Wo reit sich Trump ein?
Ist er eher bei Erdogan einzuordnen? Oder wird er ein zweiter Assad, vom amerikanischen Volk legitimiert.
Von Folter spricht er zumindest nicht zurückweisend.

Im Gegenteil. Waterbording bezeichnet er als wirkungsvoll und als harter Geschäftsmann, präferiert er durchaus wirkungsvolle Werkzeuge: http://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/waterboarding-trump-spielt-mit-der-folter-14759230.html

Und von Folter zum Mord ist es kein langer Weg. Das Wasser muss dafür nur lange genug fließen. Das Messer tief genug schneiden.

Diese Existenzängste sind in der Natur tief angelegt (nicht nur bei Menschen). Wir flüchten davor, verharren in Bewegungslosigkeit (wie so viele Deutsche in der Nazizeit) oder greifen an (wie so wenige Deutsche in der Nazizeit).

Wie würde die Menschheit auf einen Psychopathen Trump reagieren.
Er würde erstmal vom Secret Service geschützt werden. Doch was passiert, wenn er wie ein zweiter Hitler angreift? Würden wir uns vestecken oder zurück schlagen?

Angst ist eine Grundausstattung im Rahmen des Selbsterhaltungstriebs, ein Schutzmechanismus.
Ohne Angst wüssten wir nicht, dass wir reagieren müssen. Angst ist wie ein Schmerz, der uns Zeichen und Aufforderung ist, für Linderung zu sorgen.

Wir groß muss die Angst sein, dass wir den „Schmerz Trump“ abstellen?

Grundängste des Menschen

  • Angst vor Veränderung
  • Angst vor der Endgültigkeit
  • Angst vor Nähe
  • Angst vor Selbstwerdung

Ja, es haben derzeit sehr viele Menschen Angst vor der Veränderung, die uns die Wahl Trumps brachte oder noch bringen wird. Und auch die Angst vor der Endgültigkeit schwingt dabei mit.

Wir müssen uns das verdeutlichen: Ein Mensch mit stark narzisstischen und psychopathischen Zügen hat die Gewalt über das größte Arsenal an Massenvernichtungswaffen der Welt.

Wenn da „Angst vor der Endgültigkeit“ nicht nachvollziehbar ist, ist nichts nachvollziehbar.

Die Angst breitet sich wie ein Virus im Geist aus
Denken und Fühlen wirken wie gelähmt. Nur der Grund der Angst wird noch gesehen und thematisiert. Auch das trifft zu. Man sehe sich die Medien an. Kein anderes Thema ist ähnlich präsent wie Trump.
Nur die Terroranschläge vom 11. September 2001 haben die Menschheit, in jüngerer Vergangenheit, ähnlich beschäftigt und gelähmt. Und gelähmt ist ein passender Ausdruck. Auch körperlich merken wir die Angst vor der Endgültigkeit bzw. der Ungewissheit davor.

Wenn es weniger schlimm läuft die nächsten vier bis acht Jahre, wird die Menschheit überleben

Doch welche Kollateralschäden wird Trump verursachen? Wovor müssen wir sonst noch Angst haben?

  • Einbruch der Weltwirtschaft
  • Arbeitslosigkeit
  • Strafzölle
  • Einreiseverbote
  • Mauerbau
  • Legalisierung von Folter
  • Ausweisungen aus dem „land of the free“
  • Umweltzerstörung
  • diplomatische Verwerfungen
  • Etablierung eines autokratischen Regierungsstils

Fazit
Wir können nur mutmaßen, sollten derzeit kritisch beobachten, doch dabei nicht in bewegungsloser „Lämmer-Apathie“ verfallen. Die freie Welt muss immer eine Antwort finden gegen eine Präsidenten mit folgendem Lebensmotto: „Ich gewinne immer“.

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